Charakter des Canaan's
Canaan's sind faszinierende Hunde. Sie sind noch nah am Wildtier, das ihr Verhalten ganz anders ist als das anderer Hunderassen. Jeder von ihnen ist ein Individuum. Gemäss Standart sind Sie territorial und besitzergreifend, misstrauisch gegenüber fremden Menschen und fremden Dingen, intelligent und sehr unabhängig. Meine Erfahrungen gehen da ein wenig auseinander. Wenn der Canaan sehr gut sozialisiert wurde, als Welpe mit vielen Menschen und fremden Dingen in Kontakt gekommen ist wird er sehr Menschenfreundlich und aufgeschlossen. Mann kann den Canaan nie zwingen, etwas zu tun. Man muss sie davon überzeugen, das es vernünftig ist, es zu tun.
Gegenüber seiner Familie ist er treu und ergeben. Das Verhältnis zu seinem Besitzer bedeutet für ihn Partnerschaft, beide Seiten nehmen und geben. Der Canaan muss nicht seinem Herrn/Frauchen überallhin folgen und ihn unterwürfig jeden Wunsch von den Augen ablesen. Es gibt Zeiten, in den er seine Liebe zeigt und gestreichelt werden möchte. Doch zu anderen Zeiten kümmert er sich um seine Angelegenheiten und gehört sich selbst.
Geht man auf seinen Charakter ein, erwächst ein tiefes Verstehen zwischen Mensch und Tier, was umso reizvoller ist, da man sich sein Vertrauen und seine Zuneigung erwerben muss. Diese besondere Bindung macht es schwierig, erwachsene Canaan's in neue Umgebungen zu geben. Er trauert seinen ehemaligen Besitzern nach und frisst oft lange Zeit nicht. Es kann Jahre dauern, bis ein erwachsener Canaan seinem neuen Besitzer seine Zuneigung schenkt. Wir haben das bei Syhra gemerkt die mit 15 Monaten zu uns kam und erst mit ca. 3 Jahren uns freudig begrüsste. Bei Carrie, die mit 4 Jahren zu uns kam, Sie magerte ab bis auf 10 kg weil sie einfach nicht Essen wollte. Jetzt ist es toll zu sehen wie sie sich freut wenn ich nach Hause komme.
Kinder seines Besitzers beschützt er und zeigt eine Menge Toleranz den ganz Kleinen gegenüber. Eltern sollten allerdings darauf achten, dass er Hund die Möglichkeit hat, sich zurückzuziehen. Da der Canaan ein eher sensibler Hund ist, sollten die Kinder nicht zu laut und wild sein. (unser Barrow liebt alle Kinder ob laut oder leise).
Canaan's sind, wie gesagt, gute Wachhunde, aber sie sind von Natur aus keine Angreifer. Erst wenn ein Kanaan den Eindruck hat, dass er oder seine Familie ernsthaft bedroht sind, greift er an. Er bellt zur Warnung, gibt sich ein gefährliches Aussehen, und das reicht meistens schon.
Canaan's sind anpassungsfähig, einen guten Spatziergang (ca. 1 h) am Tag sollte man ihnen jedoch gönnen, um sie körperlich und geistig fit zu halten. Sie geben sich aber auch mit ein paar kleinen Runden zufrieden, wenn ihnen zum Auslauf ein sehr gut eingezäunter Garten (mind. 1.5m) zur Verfügung steht.
Im Haus sind sie die Ruhe selbst und kuscheln sich am liebsten aus Sofa, wenn ihnen das erlaubt wird.
Canaan's sind reinliche Hunde. Sie putzen sich wie Katzen. Normalerweise reicht es, wenn sie einmal die Woche gebürstet werden. Zweimal im Jahr allerdings, im Frühjahr und im Herbst, haben sie eine Art Mauser und dann ist tägliches Bürsten angesagt, wenn Sie nicht Wolken von Hundehaaren auf Teppichen, Möbeln und Kleidungsstücken haben wollen.
Die Ausbildung des Canaan's
Betrachten wir zuerst einige grundsätzliche Eigenschaften des Canaan's. Aufgrund der relativ kurzen Domestikationszeit liebt der Canaan noch heute seine Freiheit. Zudem führt seine ausserordentliche Wachsamkeit dazu, dass er sich relativ leicht ablenken lässt. Diese Eigenschaft ist aber nicht negativ zu werten. Kleinste Geräusche, Gegenstände die beim letzten Spatziergang noch nicht da waren werden angezeigt.
Wann beginnt man mit der Ausbildung
Es mag verrückt klingen, bei uns beginnt die Ausbildung auf spielerische Weise bereits in der fünften Woche. Dazu gehören
Der Canaan wir in der Literatur häufig als "leicht auszubilden" beschrieben. Dies stimmt, wenn folgende Punkte berücksichtigt werden:
Um es noch einmal zusammenzufassen: Canaan's sind gesunde und anpassungsfähige Hunde, die einem Besitzer brauchen mit einer festen, aber liebevollen Hand. Sie sind gute Familienhunde, leicht auszubilden, aber eben so leicht zu langweilen durch häufig wiederholende Befehle. Sie verlangen nicht viel Bewegung (siehe oben), sind sehr territorial und verteidigen ihren Bereich (wenn Sie es zulassen). Sei sind saubere Hunde mit eher bescheidenen Futter-Ansprüchen und wenig Plfege-Bedürfnissen. Sie sind zwar meistens misstrauisch und scheu gegenüber allem Ungewohnten und jedem Fremden, aber sie lieben ihre Familie und können ihren Besitzern gegenüber sehr zärtlich sein.